Hausregeln

  1. Ausweispflicht, Veröffentlichungsrechte Teilnahmeberechtigt sind nur Personen die zu Beginn der betreffenden Veranstaltung das 18. Lebensjahr vollendet haben. Ein amtlicher Lichtbildausweis mit Geburtsdatum ist jederzeit während der Veranstaltung mit zu führen. Jeder Teilnehmer akzeptiert mit seiner Beteiligung an der Veranstaltung, dass er mit der Veröffentlichung von Fotos oder Videos auf denen er abgebildet ist einverstanden ist. Dies betrifft auch Berichte durch die Medien. Die Veröffentlichung der Namen von Gewinnern kann auf Bitte der betreffenden Personen durch einen Spitznamen oder Kürzel ersetzt werden.
  2. Freeze-out Sobald ein Spieler sein gesamtes Spielkapital verloren hat, scheidet er aus dem Turnier aus. Gewinner eines Turniers ist derjenige Spieler, der alle Chips gewonnen hat.
  3. Modus zur Ermittlung des Siegers Sollten es zeitliche Umstände (z.B. Polizeistunde) erforderlich machen, dass der Gewinner zu einem spätesten Zeitpunkt feststehen muss, so kann die Turnierleitung einen anderen Modus zur Ermittlung der Turnierplatzierung heranziehen (z.B. die Höhe des Spielkapitals der verbliebenen Spieler). Zwischen Bekanntgabe des geänderten Ermittlung-Modus und dem spätesten Zeitpunkt des Ende des Turnieres müssen noch mindestens zwei voll ausgespielte Blindlevel möglich sein.
  4. Platzierung bei gleichzeitigem Ausscheiden zweier Spieler Scheidet mehr als ein Spieler im selben Spiel aus, so erhält derjenige Spieler die bessere Platzierung, der vor Beginn des Spiels das größere Spielkapital hatte.
  5. Tische ausbalancieren / Umsetzen von Spielern Finalrunden werden im Multi-table Modus ausgespielt, d. h. die Anzahl der Spieler an den einzelnen Finaltischen wird während des Turniers „ausbalanciert“ und mit zunehmender Turnierdauer wird die Anzahl der Tische verringert (durch Ausscheiden der Spieler). Wenn notwendig wird von einem Tisch mit mehr Spielern derjenige Spieler umgesetzt (Balance of Tables), der an seinem Tisch als nächster den Big Blind setzen müsste. Er wird auf die für ihn ungünstigste, freie Position am Zieltisch gesetzt. Er erhält im nächsten Spiel Karten auser er er würde zwischen Big Blind und dem Dealer-Button Platz oder auf dem Dealer-Button Platz sitzen. In diesen Fällen muss er warten bis der Dealer-Button an ihm vorbei gewandert ist. Am Ende verbleibt ein einziger Finaltisch (Final Table).
  6. Vergabe der Sitzplätze Die Sitzplätze werden jeweils vor dem Start eines Tisches ausgelost. Pro Tisch kann die Turnierleitung einen Sitzplatz individuell vergeben (z.B. an einen Rollstuhlfahrer).
  7. Dealer Button Position Der Dealer-Button wird beim Start einer Vor-, Zwischen- oder Finalrunde vor Spielebeginn ausgelost. Bei Erreichen des Final Tables können die Sitzplätze neu verlost werden. Der Dealer-Button wird am Final Table in jedem Fall per High Card By Suit (beginnend beim ersten Spieler nach dem Dealer) ausgelost.
  8. Color up / Chiptausch Chipwerte die für die Beendigung des Turnieres (z.B. in einer Vorrunde) nicht mehr benötigt werden, werden in entsprechend höherwertige umgetauscht (z.B. 4 x 25er Chip in 1 x 100er Chip, 5 x 100er Chip in 1 x 500er, 2 x 500er Chip in 1 x 1000er, 5 x 1000er Chip in 1 x 5000er, usw.). Nach diesem System nicht tauschbare Chips (z.B. 3 x 25er Chip) werden folgendermaßen getauscht: 1 x 25er Chip in 1 x 100er Chip, 2 x 25er Chip in 1 x 100er, 3 x 25er Chip in 1 x 100er, 1 x 100er Chip in 1 x 500er, usw.). Die nicht tauschbaren Chips werden jeweils vor die betreffenden Spieler ausgelegt. Die nicht mehr benötigten Chips werden vom Tisch genommen.
  9. Erhöhungen / Raises Eine Erhöhung muss nicht zwingend verbal angekündigt werden, in unklaren Situationen wird allerdings auf „call“ entschieden. Ein einzelner höherwertiger Chip wird als call gewertet, wenn der Spieler nicht eine Erhöhung ansagt. Wenn ein Spieler einen höherwertigen Chip legt und eine Erhöhung ankündigt, ohne den Betrag zu nennen, wird dies als maximale Erhöhung (bis zum Wert des gesetzten Chips) gewertet.
  10. Mindest-Erhöhung Eine Erhöhung muss mindestens genauso hoch sein wie der vorher gesetzte Betrag oder eine zuvor gemachte reguläre Erhöhung (1. Beispiel: Big Blind ist 100. Mindest-Erhöhung wäre 200. 2. Beispiel: Ein Spieler setzt 100. Ein weiterer erhöht um 200 auf 300 (100 + 200). Die Erhöhung ist also 200. Der nächste Spieler müsste nun mindesten 500 bringen um nochmals zu erhöhen (100 + 200 + 200).
  11. All-in / Sidepots Reicht das Spielkapital eines Spielers für eine aktuelle Spielrunde nicht aus, so kann der betreffende Spieler mit seinem restlichen Spielkapital bis zur Höhe seines Kapitales im Spiel bleiben (All-in). Er ist in jedem Fall am Showdown beteiligt und kann den Teil des Pottes (Main-Pot) gewinnen an dem er beteiligt war. Eventuell andere am Spiel beteiligte Spieler können in einem Nebenpot (Side-Pot) weitere Einsätze bringen. Gegebenenfalls können auch mehrere Nebenpötte gebildet werden.
  12. Geht ein Spieler mit seinem restlichen Spielkapital All-In und dieses Spielkapital ist mehr als der geforderte Betrag, so gilt dieser Mehrbetrag nur als reguläre Erhöhung, wenn dieser Betrag mindestens 50 % der regulären Erhöhung entspricht.
  13. Showdown I Alle an einem Showdown beteiligten Spieler, in dem es mindestens einen All-In Spieler gibt, müssen ihre Karten aufdecken.
  14. Showdown II Falls beim Showdown kein Spieler All-in ist (vgl. Ziffer 13) gilt folgende Regelung: kein Spieler hat das Recht zu verlangen, dass die Karten einer Verliererhand beim Showdown aufgedeckt werden, d.h. jeder Spieler hat das Recht, seine (Verlierer-Hand) in den Muck zu werfen. Die Gewinnerhand muss aufgedeckt werden. Der Floorman kann auf Bitte eines Spielers jederzeit gebeten werden, die Karten eines Spielers zu überprüfen.
  15. Minimum-Bet Bei Pot- und No-Limit ist der Mindest-Betrag zur Eröffnung einer Wettrunde die Höhe des Big Blind.
  16. Chipentfernung vom Tisch Es dürfen keine Chips vom Tisch genommen oder an andere Spieler weitergegeben werden. Bei einem notwendigen Tischwechsel müssen die Chips vom Spieler entweder deutlich sichtbar in der Hand oder in einem von der Turnierleitung zur Verfügung gestellten Behältnis transportiert werden. Ein Verstoß gegen diese Regel kann zur Disqualifizierung führen.
  17. Frozen button / no small blind Kein Spieler darf durch das Ausscheiden oder Hinzukommen eines anderen Spieler das Setzen eines Big Blinds verpassen. Nötigenfalls muss der Dealer-Button mehr als einmal in derselben Position liegen bleiben und/oder es gibt keinen Small Blind.
  18. Ein neuer Spieler kann nicht auf dem Dealer-Button oder im Small Blind ins Spiel einsteigen.
  19. Blinds im Heads up Sind nur noch zwei Spieler am Tisch (Heads-Up) dann muss derjenige Spieler den Big Blind setzen, der auch regulär als nächster dies tun müsste. Der andere Spieler erhält den Dealer-Button und muss den Small Blind setzen.
  20. Ersatzspieler Teilnahmeberechtigungen für Runden, zu denen sich ein Spieler qualifizieren musste, sind nicht übertragbar – es kann allerdings (in Ausnahmefällen) ein Ersatzspieler, der für den ursprünglich Qualifizierten spielt, benannt werden.
  21. Rauchen Das Rauchen ist grundsätzlich am Tisch nicht erlaubt. Je nach örtlicher Begebenheit bzw. gesetzlicher Regelungen kann es ein Rauchverbot im gesamten Spielbereich oder bestimmten Teilen davon geben. Dies ist im Info zu den einzelnen Veranstaltungen aufgeführt.
  22. Essen und Trinken am Tisch Der Verzehr von Speisen und Getränken ist am Tisch möglich. Sollten die Umstände es aber erforderlich machen, kann dies auch eingeschränkt bzw. ganz untersagt werden.
  23. Abwesender Spieler I Erscheint ein Spieler nicht pünktlich, wird sein vorgesehener Platz genauso behandelt, wie wenn er anwesend wäre. Das heißt er erhält Chips und auch Karten. Solange er nicht anwesend ist, werden notwendige Einsätze (z.B. Blinds) von seinem Spielkapital durch den Dealer gesetzt. Sobald der betreffende Teilnehmer erscheint, wird er genauso behandelt wie wenn er pünktlich erschienen wäre.
  24. Abwesender Spieler II Sitzt ein Spieler in dem Moment, in dem er sich erklären muss (fold, check, call oder raise) nicht am Tisch, so muss der Dealer sofort dessen Karten einziehen (bei einer zu treffenden „call-/fold-Entscheidung“) bzw. die Hand als gecheckt werten und mit der Spielaktion fortfahren.
  25. Smartphones Smartphones, Tablets oder andere Medien- oder Kommunikationsgeräte dürfen am Tisch benutzt werden. Die Turnierleitung kann aber auch in einzelnen Fällen den Gebrauch solcher Geräte insgesamt untersagen.
  26. Erlaubte Sprachen Am Tisch darf nur deutsch und englisch gesprochen werden. Dies betrifft auch Spieler, die sich nicht in einer Hand befinden. Bei Verstößen kann die Turnierleitung Zeitstrafen aussprechen.
  27. Beleidigungen Verbale Entgleisungen oder beleidigende Gesten am Tisch führen nach einer ersten Verwarnung zu Zeitstrafen. Ab der dritten Strafe kann ein Teilnehmer disqualifiziert werden. In Fällen schwerer Entgleisungen kann eine Zeitstrafe oder Disqualifizierung sofort ausgesprochen werden.
  28. alkoholisierte Spieler Die Turnierleitung hat das Recht, ggü. stark alkoholisierten Spielern Zeitstrafen auszusprechen oder diese ganz vom Turnier auszuschließen.
  29. Das Spiel am Tisch wird vom Dealer geleitet.
  30. Entscheidungen der Turnierleitung sind verbindlich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.